Ohne Sattel reiten – 3 Gründe dafür

Ohne Sattel reiten heißt für mich nicht, „komplett oben ohne“. Ich reite immer mit Pad, denn ganz ohne bohren sich die Sitzbeinhöcker des Reiters in den Pferderücken und das sind sehr unangenehme Druckspitzen für das Pferd. Also: immer ein Polster unter den Hintern! Hier meine 3 Gründe, warum ohne Sattel reiten echt eine super Sache ist: 1. Du kannst ungefiltert spüren, was unter dir passiert. Es ist somit viel einfacher, sich in den Bewegungsablauf des Pferdes einzufühlen und sich vom Pferd bewegen zu lassen. Nur wenn du den Bewegungsablauf deines Pferdes kennst und zum Beispiel weißt, wie es dich im Schritt bewegt, kannst du der Bewegung auch losgelassen folgen. Und das ist wiederum die Voraussetzung, um richtig (das heißt, im richtigen Timing und an der richtigen Stelle) einwirken zu können). 2. Beim ohne Sattel Reiten sitzt du näher am Pferd. Du kannst somit nicht nur besser spüren, sondern auch noch einfacher das Pferd aus deiner primären Hilfe Sitz heraus steuern. Da man nahe am Pferd sitzt, fällt es vielen Reitern dann auch leichter, gezielter einzuwirken. Ohne Sattel reiten hilft also auch dabei, die Hilfengebung zu verfeinern. Langfristig führt das zu einer feinen Kommunikation mit deinem Pferd. 3. Du sitzt „unverfälscht“. Da du nichts hast, was dich in eine „Form“ setzen würde (Stichwort: Sattelpauschen = Sitzprothese), sitz du uneingeschränkt. Viele Sättel schränken den Reiter in seiner Bewegungsfreiheit nämlich ein. Man wird in eine Form gesetzt, die einen daran hindert, losgelassen zu sein. Wenn du als Reiter nicht losgelassen sein kannst, kann es dein Pferd auch nicht. Oft sind die Pauschen am Sattel eher eine Behinderung, als dass sie wirklich helfen. Hast du schon meinen Blogpost zum Thema Sitzschulung gelesen? Hier erfährst du DIE 3 Gründe , warum Sitzschulung so unheimlich wichtig ist. Meine persönlichen Empfehlungen für Pads zum ohne Sattel reiten? Ich reite sehr gerne mit dem Filzsattel von Isabel Steiner. Aber kürzlich habe ich auch das BB® Schulungspad getestet und war absolut begeistert davon. Liebe Grüße, Deine Du möchtest mehr über das Thema Sitz & Hilfengebung erfahren? Dann schau mal bei meinem Crashkurs Sitz & Hilfengebung vorbei! Hier erläutere ich dir die 8 größten Mythen um Reitersitz & Hilfengebung, wie du diese vermeidest und was du stattdessen tun solltest.
Sitzschulung geht jeden Reiter etwas an⠀

In meiner Praxis als Trainerin kommen unheimlich viele Leute zu mir und verlangen nach Sitzschulung. Darüber freue ich mich immer sehr, weil wir dann da ansetzen können, wo für mich gutes Reiten beginnt. Sitzschulung ist unerlässlich. Warum? Sitzschulung – 3 Gründe für die Arbeit an deinem Sitz 1. Sobald du auf dem Pferd sitzt, wirkst du ein – schule dein Bewusstsein. Alle anderen Hilfen kannst du aussetzen, aber du kannst dich nicht einfach vom Pferd herunter beamen. Die Pferde müssen uns „aushalten“ – für mich reicht schon allein dieser Grund als Argument für Sitzschulung, denn ich möchte, dass mein Pferd Freude am Reiten hat und nicht das Gefühl hat, es irgendwie überstehen zu müssen, weil der Reiter da oben drauf keine Körperkontrolle hat. Der Sitz ist die PRIMÄRE Hilfe (Sekundärhilfen = Zügel-, und Schenkelhilfen). Du musst dir darüber im Klaren sein, dass du IMMER, sobald du im Sattel sitzt, mit deinem Pferd kommuniziert. Ob du willst oder nicht und ob du es merkst oder nicht. Alles, was du im Sattel tust, ist ein potentielles Signal für dein Pferd. Es können also zwei Dinge passieren: Entweder, dein Pferd lernt dich zu ignorieren, weil es irgendwann merkt, dass das, was du da oben drauf unbewusst tust, gar keine Relevanz für es hat – dann hast du aber das große Problem, dass es dann auch nicht mehr auf dich reagieren wird, wenn du tatsächlich etwas von ihm möchtest und eine Hilfe gibst. Oder aber dein Pferd versucht tatsächlich auf die ganzen Signale, die von dir kommen, zu reagieren. Dann läuft es vielleicht plötzlich nacht rechts, weil du schief im Sattel sitzt. Wenn man es jetzt korrigiert wäre das eigentlich gemein, denn es hat ja nur versucht, das zu tun, was es durch deine PRIMÄRE HILFE Sitz gesagt bekommen hat…. 2. Der Sitz ist die Primäre Hilfe – durch Sitzschulung lernst du, zu kommunizieren. Durch einen geschulten Sitz wird Kommunikation mit dem Pferd auf einem völlig anderen Niveau möglich. Deine Hilfengebung wird feiner, „leiser“ und unsichtbar. Das wünscht sich doch jeder, oder? Harmonisches Reiten im Dialog mit dem Pferd. Dein Sitz ist der Schlüssel dazu. Es geht also nicht nur darum, eine gute Figur zu machen, sondern auch darum, das Pferd am Sitz zu führen. Mein Lieblingswort in diesem Zusammenhang ist „Bewegungsdialog“ – denn genau das ist das Ziel. Durch deinen Sitz als Primäre Hilfe mit dem Pferd in einem ständigen Dialog sein. Denke daran: Dein Sitz ist die Kommunikationszentrale wenn du auf dem Pferd sitzt. Und damit ist nicht nur deine Mittelpositur gemeint, sondern dein ganzer Körper. Schwerpunktverlagerungen, die Position deines Beckens, die Ausrichtung deines Oberkörpers und deiner Beine – alles spielt eine elementare Rolle, um das Pferd zu „führen“. Denke an ein tanzendes Paar – auch hier führt der Mann die Frau durch Einsatz des ganzen Körpers. Kleinste Signale machen den Tanz zu einer harmonischen Darbietung. Genau das ist mein Ziel beim Reiten: feine, unsichtbare Hilfe, um mit dem Pferd zu tanzen. Ein ausbalancierter Sitz, durch den korrekte Einwirkung möglich wird, ist die Grundlage für gymnastizierendes Reiten. Und Sitzschulung ist der Schlüssel, um das zu erreichen. 3. Körperliche Beschwerden vom Reiten sollten nicht sein – schützte dich selbst. Ich begegne so vielen Reitern, die über Schmerzen klagen, weil sie falschen Bewegungsmuster gelernt haben, die einfach nicht zur menschlichen Anatomie passen und dadurch Schmerzen verursachen. Sitzschulung ist Selbstschutz! Wer richtig sitzen lernt, steigt mit einem Lächeln vom Pferd. Ich selbst bin viel zu lange mit Schmerzen vom Pferd gestiegen. Durch eine chronische Rückenerkrankung hatte ich manchmal schon nach 10 Minuten reiten unheimliche Rückenschmerzen. Seit dem ich an mir selbst arbeite, sind diese verschwunden. Durch einen ausbalancierten Sitz und die Schulung meines eigenen Körpergefühls spüre ich jetzt schon viel früher, wenn ich mich verkrampfe. Dann kann ich die entsprechende Muskulatur gezielt loslassen. Doch dafür muss man seinen eigenen Körper spüren können und alte Bewegungsmuster und neue entwickeln. Sitzschulung ist Selbstschutz. Für dich und damit auch für dein Pferd. Welche Erfahrungen hast du mit Sitzschulung? Hast du das Glück, einen profesionellen Trainer an deiner Seite zu haben, der effektive Sitzschulung anbietet? Die Arbeit an dir selbst ist notwendig, um für dein Pferd die best möglichste Reiterin zu werden. Um mit Leichtigkeit und Harmonie zu reiten. Hast du schon meinen kostenlosen Sitz-Check heruntergeladen? Hier kannst du eine Ist-Stand-Analyse deines Sitzes durchführen und außerdem erkläre ich dir, wie du in 3 Steps dein Ziel eines guten Sitzes erreichst. Oder schaue doch mal bei meinem Online Angebot vorbei. Liebe Grüße Deine Silja