Ausreiten: Warum du auch Ausreiten mit deinem Pferd “üben” musst

“Silja, mein größtes Ziel ist es, entspannt ausreiten gehen zu können.” Diesen Wunsch höre ich immer wieder. Als Askur vor Jahren zu mir kam, war das Ausreiten eine Vollkatastrophe. Es war einfach nur Glück, dass nie etwas passiert ist. Ich sagte damals, mein größtes Ziel sei es, irgendwann mit ihm allein ausreiten gehen zu können, egal wie lange es bis dahin dauert.   Das war der Punkt, an dem ich beschlossen hatte, dass ich es einfach – wie so vieles andere auch – mit ihm Üben muss. Wie heißt es so schön: Von nix kommt nix.  Heute ist er ein super Ausreit-Pferd. Also, denke daran: Jedes Pferd kann entspannt ausreiten gehen lernen. Aber genau das ist der Knackpunkt: Es ist ein Lernprozess.  In der aktuellen Ausgabe der Natural Horse schreibe ich genau über dieses Thema. Und passend dazu gibt es auch eine Ausreit-Podcastfolge.  Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Hier bewerben

Frust beim Reiten ist Vergangenheit! Die Reise der beiden Reitersitz-Workshop-Teilnehmerinnen Maria und Thanee

In dieser Podcastfolge habe ich Thanee und Maria zu Gast, mit denen ich über 3 Monate intensiv (online) zusammengearbeitet habe. Außerdem haben beide den Reitersitz-Workshop gemacht.  Sie berichten von ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit, von ihren größten Aha-Momenten und was sich durch die Arbeit an sich selbst als Reiter bei ihnen verändert hat.  Kleiner Spoiler: Maria sitzt wieder mit Freude im Sattel, nachdem die dem Reiten mehr oder weniger bereits abgeschworen hatte und Thanee sagt, dass sie heute durch den neu eingeschlagenen Weg eine völlig andere Beziehung mit ihrer Islandstute führt.  Folge uns im Gespräch auf die Reise dieser beiden wunderbaren Pferdefrauen! Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Jetzt downloaden!

Diese 6 Sitzfehler hat so gut wie jeder Reiter schon mal gemacht

Der REITERSITZ – für die einen bedeutungslos und für die anderen der Schlüssel zu gutem Reiten.  Du merkst, dass du der limitierende Faktor bist, weshalb dein Pferd nicht so locker läuft? Dann solltest du unbedingt einen genaueren Blick auf diese 6 Sitzfehler werfen.  Denn in dieser Folge teile ich nicht nur mit dir, welche Sitzfehler total verbreitet sind, sondern ich erkläre dir auch, was du stattdessen tun solltest. Ich verspreche dir, wenn du diese Sitz-Fehler überwindest, reitest du besser als die meisten anderen Reiter. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Vermeide diese 6 Sitzfehler: SITZFEHLER #1: Nur auf die äußere Form des Sitzes achten  Das solltest du stattdessen tun: Es kommt nicht nur darauf an, wie dein Sitz von außen betrachtet aussieht. Dein Sitz sollte zwar ausbalanciert sein aber sich stets an deinen individuellen körperlichen Gegebenheiten orientieren. Nicht nur „schön draufsitzen“, sondern den Sitz auch als primäre Hilfe einsetzen lernen. SITZ-FEHLER #2: Den Zusammenhang zwischen den einzelnen Körperteilen unterschätzen Das solltest du stattdessen tun: Mache dir bewusst, dass jede Veränderung in einer Körperpartie Auswirkungen auf eine andere hat. Wenn du beispielsweise deinen Oberkörper anders positionierst, hat das sofort Auswirkung auf die Position deiner Beine. Alles hängt miteinander zusammen – betrachte das Gesamtbild. SITZFEHLER #3: Die Auswirkung des Sitzes auf das Pferd von der Hand weisen Das solltest du stattdessen tun: Alles was du im Sattel tust, hat einen Einfluss auf das Pferd unter dir! Jede Gewichts- oder Schwerpunkt-verlagerung und Ausrichtung der einzelnen Körperteile wirkt sich auf die Balance des Pferdes aus. Sei dir dessen bewusst und gehe achtsam damit um. Es ist zwar noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber die Selbsterkenntnis ist der erste Schritt. SITZFEHLER #4: Zu aktiv sein und damit die Bewegungen des Pferdes stören Das solltest du stattdessen tun: Folge der Bewegung deines Pferdes passiv. Lass dich von deinem Pferd bewegen. Wenn du aktiv schiebst, störst du den natürlichen Bewegungsfluss des Pferdes. Also: zur Ruhe und zum Sitzen kommen, ohne zu „schieben“. Weniger ist mehr.   SITZFEHLER #5: Einen ausgewogenen Muskeltonus mit Muskelanspannung verwechseln Das solltest du stattdessen tun: Aufgerichtet auf dem Pferd zu sitzen bedeutet nicht, dass man unter Anspannung versucht, gerade zu sitzen. Vielmehr brauchst du einen natürlichen Muskeltonus, um balanciert sitzen zu können, aber eben ohne unnötige Muskelanspannung. Reite mit deinen Knochen. SITZFEHLER #6: Zu denken, der Reiter könnte das Pferd bewegen Das solltest du stattdessen tun: Ja, das Ziel ist es langfristig, dass der Reiter das Pferd aus dem Sitz heraus in seiner Bewegung beeinflussen kann und somit feine Hilfengebung möglich wird. Aber es gilt dennoch immer zunächst das Motto: „Die größere Masse bewegt die kleinere“. Das bedeutet, die Hauptbewegung wird vom Pferd vorgegeben, der Reiter folgt und kann dann ausgehend von dieser sanft einwirken Denke daran: Der Sitz ist die Kommunikationszentrale, um mit dem Pferd in den BEWEGUNGSDIALOG zu treten. Die eigene Körperwahrnehmung und Balance sind die Voraussetzung dafür, den Sitz als primäre Hilfe nutzen zu können und somit langfristig das Zeil FEINER HILFEN zu erreichen. Deine ⠀ Jetzt sichern! TOP BEITRÄGE 5 Soforthilfe-Tipps gegen Angst im Sattel Wie du Biegung endlich richtig reitest 3 Hauptursachen dafür, dass dein Pferd nicht losgelassen läuft

Wie du Biegung endlich richtig reitest

Bist du dir wirklich sicher, dass du Biegung richtig reitest?   Ich kann von unzähligen Reitstunden berichten, in denen ich den Reiter aufforderte, Biegung zu reiten und schlussendlich wenig reelle Biegung, sondern vor allem VERbiegen zu sehen bekomme. Oder einfach nichts. Ein steifes Pferd, das um die Kurve geht. Das ist aber noch lange keine Biegung.    In der dieswöchigen Podcastfolge erfährst du folgende Punkte:   Wie du falsche Biegung erkennen kannst  Wie du Biegung richtig aus dem Sitz heraus reitest Warum es wichtig ist, zwischen Bewegungsrichtung und Rotation zu unterscheiden Mein Praxis-Hack für kinderleichtes Gelingen der Biegung Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Was ist eigentlich Biegung? Richtige Biegung ist das ABC der Gymnastizierung, nämlich die Grundlage dafür, dass du irgendwann auch weitere Lektionen (wie z.B. Seitengänge) reiten kannst.   Damit sich das Pferd biegt, muss das innere Hinterbein unter die Körpermasse des Pferdes fußen. Viele Pferde fußen bedingt durch die natürliche Schiefe erst einmal eher daran vorbei.    Wenn das gelingt, senkt sich die innere Beckenseite des Pferdes ab, durch diese Ausrichtung des Beckens richtet sich die Wirbelsäule entsprechend der Biegungslinie aus. Der Brustkorb des Pferdes rotiert innen tier und außen hoch, wodurch der Reiter bei gelungener Biegung “innen zum sitzen” kommt. Diese Biegung setzt sich im Optimalfall im harmonischen Mass über die Halswirbelsäule nach vorne fort, die Vorderbeine tragen gleichmäßig Gewicht und sind ausbalanciert. Das Resultat ist die die korrekte Stellung des Pferdes – wobei der Kopf des Pferdes so gestellt ist, dass dieser noch immer zwischen zwei gedachten Linien nach vorne von den Schultern aus, getragen wird (“Schimmern des inneren Pferdeauges”).    So die Idealvorstellung, wenn alles funktioniert.    Vermeide diese 4 sichtbaren Biegungs-Fehler   Das Problem ist: echt viele Reiter übertreiben es mit der Biegung.   Doch beim Thema Biegung gilt eben nicht das Motto “Viel hilft viel”. Denn “Viel”Biegung führt in den meisten Fällen zum Überbiegen des Pferdes.    Denke daran: Die Wirbelsäule des Pferdes sollte nirgends “Abknicken”, sondern harmonisch von hinten nach vorne gebogen sein.    Daran erkennst du ein “verbogenes Pferd” und das sind die reiterlichen Ursachen davon:    1. Auf die Schulter fallen: Durch zu viel inneren Zügel und das Ausbleiben der äußeren Hilfen (Schenkel und v.a. Zügel) fällt das Pferd auf die äußere Schulter, das heißt, das äußere Vorderbein trägt mehr Last.    2. Abknicken in der Halsbasis: Dieser Fehler geht mit dem auf die Schulter fallen einher. Erkennbar daran, dass der Kopf des Pferdes viel zu weit innen ist und die Biegungs-Linie verlässt. Auch hier sollte der innere Zügel deutlich weniger tun.   3. Das Pferd macht sich nicht hohl und rotiert im Brustkorb falsch herum: Meist passt der Sitz des Reiters hier nicht zur Biegungsrichtung. Um das Pferd zu biegen kommt der innere Sitzbeinhöcker tiefer. Das gelingt nur, wenn der innere Schenkel auch bei einer biegenden Hilfe lang bleibt.    4. Hinten raus schiebendes inneres Hinterbein: Dieses Problem ist häufig mit der natürlichen Schiefe des Pferdes verknüpft. Eines der Hinterbeine ist einfach schwächer als das andere. Nur wenn alle Hilfen zusammenspielen und der innere biegende Schenkel durchkommt, weil er zum Sitz des Reiters passt, kann das Pferd sein inneres Hinterbein richtig platzieren und unter die Körpermasse fußen.    Biegung ist wie ein Hilfengebungs-Puzzle.   Nur wenn jedes Teil an der richtigen Stelle sitzt, erhält man das Ergebnis.    Gut, ehrlich gesagt ist das ja in jeder Lektion so. Aber Biegung ist eben die Basis für so vieles. Wenn hier die Teilchen erstmal an der richtigen Stelle sind, wird vieles andere einfacher, versprochen!    Folgende Puzzle-Teile solltest du beherrschen:   Drehsitz: Kannst du die Becken- und Schulterausrichtung deines Pferdes mit deinem Becken und deinen Schultern spiegeln?    Mitgehender Sitz: Spürst du, wann das innere Hinterbein nach vorne fußt und spiegelst du das in deinem Sitz durch ein Absenken des Beckens innen?   Biegende Schenkelhilfe Passt deine Schenkelhilfe zu deinem Sitz, weil dein Schenkel im richtigen Rythmus innen lang wird und du in dem Moment “ans Pferd heran pendelst”?   Seitwärtsweisende Zügelhilfe Entsteht deine Zügelhilfe aus dem Drehsitz heraus, wodurch du automatisch den äußeren indirekten Zügel am Hals hast und einen inneren, leicht stellend einwirkenden Zügel erhältst?      Mein ultimativer Biegungs-Hack, der schon zahlreichen Reitern ein Aha-Erlebnis erbracht hat: Deine äußeren Hilfen!   Achte beim Reiten der Biegung immer auch auf deine äußeren Hilfen. Wenn dein Pferd über die Schulter driftet, solltest du ihm unbedingt helfen, in dem du es außen begrenzt: Deine äußere Beckenseite rotiert bei jedem Schritt in Richtung Widerrist, dadurch kommt auch dein äußeres Knie ans Sattelblatt. Somit führst du dein Pferd aus dem Sitz heraus auf der Biegungslinie und begrenzt es außen im Schulterbereich. Das Anlegen des äußeren Zügels am Hals kann außerdem helfen.      Das Geheimnis zum Gelingen der Biegung: die richtige Rotation    Kennst du das Problem: Du kommst mit dem inneren Schenkel einfach nicht durch dementsprechend klappt’s mit der Biegung einfach nicht?   Das Problem liegt in deinem Sitz: Genauer: Im falschen Begleiten der Rotationsrichtung.    Mache dir folgendes bewusst: Damit sich dein Pferd korrekt biegen kann, muss es im Brustkorb innen herunter und außen hoch rotieren. Spürbar wird das für dich im ersten Schritt durch eine Pendelbewegung im Sitz. Im Geradeaus reiten spürst du eine Pendelbewegung sowohl nach links, als auch nach rechts.    In der Biegung senkt sich deine innere Beckenseite (besser: Sitzbeinhöcker) innen mehr ab als außen, dein inneres Bein wird länger, dein Steigbügel kommt tiefer. Immer im Rhythmus wie das innere Hinterbein des Pferdes nach vorne schwingt.    Die Voraussetzung für das gelingen der Biegung ist also das richtige Begleiten der Rotationsrichtung des Brustkorbes.    Hinweis: Das gelingt nur, wenn der innere Schenkel auch bei einer seitwärtstreibenden Hilfe lang bleibt.    Erster Schritt (direkt beim nächsten Mal Reiten): Überprüfe, ob du die Pendelbewegung spürst.      Viel Spaß beim Tüfteln!  Deine Silja  Jetzt kostenlos

Richtige Zügelführung – 5 Steps

Die richtige Zügelführung hat maßgeblich Einfluss auf den Sitz des Reiters. Sind die Arme zu weit vorne, kippt oft der ganze Oberkörper mit vor. Sind sie zu weit hinten und kommen die Ellenbogen hinter den Oberkörper, sitzt man schnell im Hohlkreuz. Gar nicht so einfach und dabei so wichtig. Denn schließlich sind die Zügel der „heiße Draht“ zum Pferdemaul oder zur Pferdenase.  Eine falsche Zügelführung kann viel anrichten. Falsch eingesetzte Zügelhilfen sind vermutlich die gefährlichsten Hilfen, die am meisten Schaden beim Pferd verursachen können. Neben einer groben Einwirkung sind aber auch versteckte Fehler der Zügelführung an sich eine Gefahrenquelle, die man vermeiden sollte. Denn die Zügelführung beeinflusst den Bewegungsablauf des Pferdes enorm.  Über Zügelführung und Zügelhilfen kursieren viele Meinungen. Teilweise merke ich aber auch, dass das Thema etwas unbedarft angegangen wird. Die Zügel werden irgendwie gehalten, der Arm hängt irgendwie „am Reiter dran“. Nur ein Bewusstsein dafür, WAS und WARUM man das gerade tut, ist nicht da.  Richtige Zügelführung – mit diesen 5 einfachen Steps klappt‘s  1. Für den ersten Schritt zur richtigen Zügelführung lässt du den Oberarm locker aus dem Schultergelenk hängen: Versuche, einen entspannten Oberarm beizubehalten. Nur wenn du unnötige Anspannung vermeidest, kannst du die Bewegung des Pferdes durchlassen und es in seiner Nickbewegung begleiten. 2. Oberarm parallel zum Oberkörper positionieren, der Ellenbogen befindet sich seitlich es Oberkörpers, nicht davor oder dahinter: Häufig sehe ich, dass der Ellenbogen nach vorne wandert. Das Problem ist, dass man dann dazu neigt, mit der Hand vermehrt rückwärts zu wirken. Du solltest immer eine neutrale Position einnehmen, von der aus sowohl noch etwas Spielraum nach vorne, als auch nach hinten ist. Wenn der Ellebogen zu weit vorne ist, ist der Spielraum zum Nachgeben eingeschränkt. Und die nachgebende Hilfe ist ja schließlich immer die aller wichtigste.  3. Unterarm so ausrichten, dass dieser von der Seite betrachtet eine Linie mit dem Zügel bildet (ohne Knick): Wenn dein Pferd in einer normalen Gebrauchshaltung oder Dehnungshaltung läuft, sollte der Arm immer in dieser beschriebenen Position sein. Dadurch unterstützt du die Bewegungsrichtung optimal. Häufig sehe ich Reiter, die die Zügel im 90 Grad Winkel (Ober -und Unterarm) halten. Diese Haltung würde ich allerdings nur bei vermehrtem Versammlungsgrad empfehlen, da sich das Pferd hierbei aufrichtet und sich diese Aufrichtung auch im Sitz und somit in der Zügelführung wiederspiegelt.  4. Hände so positionieren, dass diese von oben betrachtet eine Linie mit dem Zügel bilden (ohne Knick): Denn nur so kannst du die Nickbewegung deines Pferdes ungehindert folgen. Viele Reiter führen die Fäuste zu eng beieinander, sodass ein Mitgehen in der Nickbewegung gar nicht richtig möglich ist.  5. Zügelfäuste schließen, Fingerspitzen berühren die Handfläche, Daumen als Dach oben drauf – und schon klappt’s mit der richtigen Zügelführung: Deine Zügelführung wird dann besonders ruhig, wenn du die Zügelfäuste geschlossen hältst. Mit dieser Handhaltung bekommst du die nötige Stabilität, um keine unkontrollierten Zügelhilfen zu geben. Denke daran, du musst aus dieser Posotion sowohl annehmen, als auch nachgehen können.  Die richtige Zügelführung hängt immer mit dem Sitz des Reiters zusammen und erfordert viel Körperbewusstsein. Hier findest du einen Artikel von mir über das Thema Sitzschulung. Hier noch ein hilfreiches inneres Bild für dich: Stelle dir vor, du hast in jeder Zügelfaust zusätzlich zum Zügel noch ein kleines Vogelbaby in der Hand. Das darf weder wegfliegen, noch darfst du es zerquetschen.  Außerdem beobachte ich immer wieder, dass sich viele Reiter gar nicht darüber im Klaren sind, dass man die Nickbewegung des Pferdes (also das nach vorne Nicken von Kopf und Hals, das man bei jedem Schritt beobachten kann) aktiv mit der Hand zulassen muss. Wer seine Arme und Hände „fixiert“ kann dem Pferd nicht in dieser Bewegung folgen. Es gilt daher: Deine Zügelführung ist nicht fixieren, sondern flexibel. Deine Arme folgen der Kopf-Hals-Bewegung deines Pferdes. Achtung: Dabei immer vorwärtsgerichtet denken.  Ich liebe dazu das innere Bild der „Besenstiele“: Stelle dir vor, deine Zügel sind zwei Besenstiele, mit denen du den Kopf des Pferdes in Richtung vorwärts-abwärts schieben kannst.  Was ist deine Zügel-Baustelle? Welchen der 5 Tipps nimmst du dir besonders zu Herzen?  Liebe Grüße  Deine Silja  Du möchtest deinen Sitz verbessern? Dann sichere dir jetzt meinen kostenlosen Sitz-Check. Finde heraus, welcher Sitztyp du bist und wie du deinen Sitz in 3 Steps verbesserst!

Ohne Sattel reiten – 3 Gründe dafür

Ohne Sattel reiten heißt für mich nicht, „komplett oben ohne“. Ich reite immer mit Pad, denn ganz ohne bohren sich die Sitzbeinhöcker des Reiters in den Pferderücken und das sind sehr unangenehme Druckspitzen für das Pferd. Also: immer ein Polster unter den Hintern! Hier meine 3 Gründe, warum ohne Sattel reiten echt eine super Sache ist:  1. Du kannst ungefiltert spüren, was unter dir passiert. Es ist somit viel einfacher, sich in den Bewegungsablauf des Pferdes einzufühlen und sich vom Pferd bewegen zu lassen. Nur wenn du den Bewegungsablauf deines Pferdes kennst und zum Beispiel weißt, wie es dich im Schritt bewegt, kannst du der Bewegung auch losgelassen folgen. Und das ist wiederum die Voraussetzung, um richtig (das heißt, im richtigen Timing und an der richtigen Stelle) einwirken zu können). 2. Beim ohne Sattel Reiten sitzt du näher am Pferd. Du kannst somit nicht nur besser spüren, sondern auch noch einfacher das Pferd aus deiner primären Hilfe Sitz heraus steuern. Da man nahe am Pferd sitzt, fällt es vielen Reitern dann auch leichter, gezielter einzuwirken. Ohne Sattel reiten hilft also auch dabei, die Hilfengebung zu verfeinern. Langfristig führt das zu einer feinen Kommunikation mit deinem Pferd.  3. Du sitzt „unverfälscht“. Da du nichts hast, was dich in eine „Form“ setzen würde (Stichwort: Sattelpauschen = Sitzprothese), sitz du uneingeschränkt. Viele Sättel schränken den Reiter in seiner Bewegungsfreiheit nämlich ein. Man wird in eine Form gesetzt, die einen daran hindert, losgelassen zu sein. Wenn du als Reiter nicht losgelassen sein kannst, kann es dein Pferd auch nicht. Oft sind die Pauschen am Sattel eher eine Behinderung, als dass sie wirklich helfen.  Hast du schon meinen Blogpost zum Thema Sitzschulung gelesen? Hier erfährst du DIE 3 Gründe , warum Sitzschulung so unheimlich wichtig ist.  Meine persönlichen Empfehlungen für Pads zum ohne Sattel reiten? Ich reite sehr gerne mit dem Filzsattel von Isabel Steiner. Aber kürzlich habe ich auch das BB® Schulungspad getestet und war absolut begeistert davon.  Liebe Grüße, Deine Du möchtest mehr über das Thema Sitz & Hilfengebung erfahren? Dann schau mal bei meinem Crashkurs Sitz & Hilfengebung vorbei! Hier erläutere ich dir die 8 größten Mythen um Reitersitz & Hilfengebung, wie du diese vermeidest und was du stattdessen tun solltest.

Reitersitz verbessern: die magische Linie

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In diesem Video erkläre ich dir, wie du deinen Reitersitz ganz einfach verbessern kannst. Denn die Balance deines Sitzes hat immer sowohl mit deinem Oberkörper, als auch mit deinen Beinen zu tun. Bestimmt hast du schon mal von der „magischen Linie“ Schulter-Becken-Absatz gehört, die man als Reiter immer einhalten soll. Manchmal ist das gar nicht so einfach. Im Video erfährt du, wie es einfacher wird und worauf du achten solltest. Du möchtest deinen Reitersitz verbessern? Reiten hat mehr mit Physik zu tun, als du denkst. Denn: Die Balance deines Sitzes ist maßgeblich davon abhängig, wie dein Oberkörper und deine Beine zueinander ausgerichtet sind. Veränderst du die Position von deinem Oberkörper, hat dies unmittelbar Auswirkungen auf dein Becken und somit auch auf die Position deiner Beine. Ist der Oberkörper beispielsweise zu weit nach hinten ausgerichtet, machen die Beine eine Ausgleichbewegung und sind dann meist immer automatisch zu weit vorne. ⠀⠀Wenn also die Balance deines Sitzes nicht stimmt, solltest du immer den ganzen Körper im Blick haben. Alles hängt miteinander zusammen, die einzelnen Körperteile können nicht losgelöst voneinander betrachtet werden! Manchmal werden die Beine des Reiters auch durch eine ungünstige Position der Steigbügelaufhängung in diese Position gezogen. In diesem Fall reitest du gegen dein Equipment an. Da ist natürlich immer eine schwierige Ausgangssituation, um losgelassen und entspannt reiten zu können. Also: immer überprüfen, ob dich der Sattel darin unterstützt gut zu sitzen! Hast du schon meinen Blogbeitrag zum Thema ohne Sattel reiten gesehen? Hier erkläre ich dir, warum es so sinnvoll ist, auch mal „oben ohne“ zu reiten. Liebe Grüße, Deine Du möchtest noch mehr über einen guten Sitz erfahren? Finde heraus, welcher Sitztyp du bist und reite besser! Ich habe einen kostenlosen Sitz-Check für dich erstellt.

Kurs mit Konstanze Kopta

Konstanze Kopta war am 19. und 20.10. wieder da, um am Gesundheits-und Leistungszentrum für Pferde in Obergröningen zu unterrichten. Immer auf der Suche nach neuer Inspiration und neuen Impulsen habe ich den vergangenen Sonntag also als Zuschauer auf der schönen Anlage verbracht. Als langjährige Schülerin verschiedener französisch-portugiesischer Reitmeister und Osteopathin hat Konstanze Kopta detailliert und mit Augenmerk auf die Balance von Pferd und Reiter unterrichtet. Nichts entgeht ihrem geschulten Auge – welches Hinterbein schiebt wohin, an welcher Stelle muss das Pferd mehr Gewicht von der äußeren auf die innere Schulter nehmen, welchen Seitengang benötigt man an dieser Stelle, um das Pferd geradezurichten? Alles Fragen, die man praxisnah erleben konnte. Der französisch-portugiesische Einfluss ist in jeder Einheit spürbar und gute Verpflegung und perfektes Herbstwetter haben den Tag abgerundet.